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Donnerstag, 2. Juli 2026
Nach dem sonnendurchfluteten Tag gestern hat Ameland heute Morgen beschlossen, uns die Nordsee‑Version „Realismus pur“ zu präsentieren. Über Nacht sind Wolken aufgezogen, der Wind bläst uns die Frisur in geometrische Formen, die selbst moderne Architektur neidisch machen würden. Wir packen unsere Sachen, verabschieden uns vom hübschen Van Heeckeren Hotel und steigen – ganz korrekt – ins Auto, nicht aufs Fahrrad. Der Wind hätte uns sonst vermutlich rückwärts zur Rezeption zurückgeschoben. An der Fähre heisst es erst einmal warten, denn sie legt etwas verspätet ab. Dafür scheint sie Rückenwind zu haben: Die 50 Minuten Überfahrt sind schneller vorbei als jeder Versuch, den Nordseewind zu ignorieren. Und dann? Festland‑Apokalypse. Regen, Wind,…
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Mittwoch, 1. Juli 2026
Heute sind wir so früh unterwegs, dass selbst das Wattenmeer noch nicht ganz wach ist. Ebbe. Alles leergefegt. Diverse Meeresbewohner picken im Boden herum wie in einem All‑you‑can‑eat‑Buffet, während wir mit den Fietsen vorbeirauschen – Gischt im Gesicht, Haare im Wind, leicht übermotiviert. Hollum erreichen wir im Turbotempo. Frühstück ruft! In der Bakkerij P.J. de Boer gönnen wir uns ein Gipfeli und ein Brie‑Sandwich – beides köstlich. Und dann beginnt die Szene, die eigentlich eine eigene Netflix‑Dokumentation verdient hätte: „Möwen – die wahren Herrscher der Nordsee“ – leider ohne Fotobeweis. Während wir friedlich frühstücken, landet eine stattliche Möwe auf dem Nachbartisch. Sie inspiziert die Lage, findet nur leere Gläser…
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Dienstag, 30. Juni 2026
Heute geht es ganz gemütlich mit den Fietsen über die Insel – ein Tag, der schon beim Losfahren nach „Postkartenmotiv in Bewegung“ klingt. Der Wattenmeerdeich begleitet uns wie eine endlose, leicht salzige Panorama‑Kulisse. Frische Luft, kaum Verkehr, ein bisschen Wind im Gesicht – mehr braucht ein perfekter Inselmorgen nicht. Irgendwann endet der Weg, wie Wege auf Inseln das eben tun, und wir biegen links ab Richtung Kooiplaats. Der kleine Weiler wirkt, als hätte jemand „Idylle“ bestellt und die Lieferung sei pünktlich eingetroffen. Im hübschen Restaurant gibt’s Cappuccino, Rüeblikuchen und Apfelkuchen – alles so gut, dass man kurz überlegt, ob man nicht einfach eine zweite Runde bestellen sollte. Dann wieder rauf…
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Montag, 29. Juni 2026
Der Wecker klingelt zu einer Uhrzeit, die eigentlich nur für Bäcker und sehr ambitionierte Frühaufsteher gedacht ist. Unser Flieger hebt um 7:20 Uhr ab – theoretisch. Beim Boarding läuft erstaunlicherweise alles glatt. Wir sind fast schon euphorisch. Funktionierende Abläufe! Pünktlichkeit! Ein kleiner Sieg über das Chaos des Reisens. Und dann meldet sich der Käpt’n. Freundlich, ruhig, routiniert – die Stimme eines Mannes, der gleich jegliche Euphorie fachgerecht relativieren wird. Gewitter. Heftig. Flugverkehr eingeschränkt. Wir bleiben also noch 20 bis 30 Minuten sitzen. Natürlich. Wir lächeln verständnisvoll, nicken professionell und tun so, als hätten wir exakt damit gerechnet. Schließlich beginnt jede grosse Reise mit ein bisschen Warten. Oder, in unserem Fall:…
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Radio Basilisk am 22. März 2023
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Dienstag, 28. Juni 2022
An unserem 22. Hochzeitstag reisen wir ab. Irgendwie haben wir bei der Planung „gepennt“. Da wir aber erst um 20.00 Uhr abfliegen, geniessen wir San Francisco noch ein wenig und bummeln noch einmal zum Ferry Building. Dort lassen wir uns im „Cholita Linda“ nieder, geniessen feine Tacos, die Sonne und das geschäftige Treiben der Fähren im Wasser. Irgendwann ist aber auch die Zeit gekommen, dass wir zum Flughafen müssen. Kaum zu glauben, wie schnell die 5 Wochen vorbeigerauscht sind. Wir haben wieder einmal so viel gesehen und erlebt: Hitze, Schnee, Wüste, Meer, Berge, Täler, Trubel und Ruhe sowie einige Nationalparks und jeder wartete mit seiner ganz speziellen Eigenheit auf. Nicht…
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Montag, 27. Juni 2022
Wir haben uns heute noch einmal ein Auto gemietet, da wir den 49-Mile Scenic Drive abfahren möchten. Der Blick aus dem Fenster ist allerdings weniger erfreulich, denn dicker Nebel liegt über der Stadt. Dennoch machen wir uns auf den Weg. Wir starten an der City Hall, dem Rathaus von San Francisco. Das Gebäude wurde 1915 eröffnet und ist ein im Beaux-Arts-Stil errichtetes Monument der American-Renaissance-Zeit (1880–1917). Es ist auf die City-Beautiful-Initiative zurückzuführen, deren Ziel es war, Städte lebenswerter zu machen. Da sich der Nebel nur langsam «aus dem Staub macht», verweilen wir uns ein wenig länger im Golden Gate Park. Dieser ist einer der grössten innerstädtischen Parks der Welt. Mit…
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Sonntag, 26. Juni 2022
Bereits im Jahr 2014 haben wir den Versuch gestartet, mit dem Velo über die Golden Gate Bridge zu radeln. Damals war es sehr windig und wir haben das Vorhaben nicht durchführen können. Also starten wir heute erneut den Versuch und brechen mit dem Bus auf und fahren zu ‚Crissy Field‘. Allerdings ist diesmal der Wind weniger das Problem, sondern der Nebel. Die Brücke ist eingehüllt, als ob Christo am Werk gewesen ist. Immerhin hat der ausgiebige Bummel an der Strandpromenade sehr gut getan, sodass wir wieder in den Bus einsteigen und bis zum ‚Ghirardelli Square‘ fahren. Hier ist es sehr sonnig und warm. Daher spazieren wir zur ‚Fisherman’s Wharf‘ und…
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Samstag, 25. Juni 2022
Erstes Ziel ist heute das ‚Ferry Building‘. Als wir allerdings an der Market Street ankommen und den Bus verpasst haben, entscheiden wir uns, zu laufen. Also bummeln wir bis an den Hafen. Im und um das ‚Ferry Building‘ herrscht rege Betriebsamkeit. Zum einen gibt es im Gebäude kleinere Läden mit ‚handcraftet stuff; aber auch Metzger und Bäcker haben sich hier einquartiert. Draussen stehen ein paar Stände, an denen Obst und Gemüse angeboten werden. Und zwischendrin wird es bunt, denn wir haben erfahren, dass an diesem Wochenende die „San Francisco Pride“ stattfindet. Nachdem die letzten beiden Jahre die Veranstaltung abgesagt wurde, werden sehr viele Besucher erwartet – die Stände mit den…
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Freitag, 24. Juni 2022
Zunächst fahren wir zu unserem Hotel. Dank fleissigem Punkte sammeln, haben wir uns im ‚Grand Hyatt‘ einquartieren können und dies sogar im 31. Stock. Wir stellen unser Gepäck im Zimmer ab und fahren anschliessend zum Flughafen. Wir müssen unser ‚Bighorn‘ abgeben. Mit dem Zug geht es zurück in die Stadt. Im Hotel – welches wir für die letzten 4 Nächte beziehen – packt der eine Teil der Reisegesellschaft die Taschen aus und verstaut alles in den Schränken, während der andere Teil – um nicht im Weg zu stehen – eine Runde im Fitnessraum dreht. Als alles an seinem Plätzchen ist, wird es auch Zeit aufzubrechen, denn wir haben Tickets für…




























