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Dienstag, 30. Juni 2026
Heute geht es ganz gemütlich mit den Fietsen über die Insel – ein Tag, der schon beim Losfahren nach „Postkartenmotiv in Bewegung“ klingt. Der Wattenmeerdeich begleitet uns wie eine endlose, leicht salzige Panorama‑Kulisse. Frische Luft, kaum Verkehr, ein bisschen Wind im Gesicht – mehr braucht ein perfekter Inselmorgen nicht. Irgendwann endet der Weg, wie Wege auf Inseln das eben tun, und wir biegen links ab Richtung Kooiplaats. Der kleine Weiler wirkt, als hätte jemand „Idylle“ bestellt und die Lieferung sei pünktlich eingetroffen. Im hübschen Restaurant gibt’s Cappuccino, Rüeblikuchen und Apfelkuchen – alles so gut, dass man kurz überlegt, ob man nicht einfach eine zweite Runde bestellen sollte. Dann wieder rauf…
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Montag, 29. Juni 2026
Der Wecker klingelt zu einer Uhrzeit, die eigentlich nur für Bäcker und sehr ambitionierte Frühaufsteher gedacht ist. Unser Flieger hebt um 7:20 Uhr ab – theoretisch. Beim Boarding läuft erstaunlicherweise alles glatt. Wir sind fast schon euphorisch. Funktionierende Abläufe! Pünktlichkeit! Ein kleiner Sieg über das Chaos des Reisens. Und dann meldet sich der Käpt’n. Freundlich, ruhig, routiniert – die Stimme eines Mannes, der gleich jegliche Euphorie fachgerecht relativieren wird. Gewitter. Heftig. Flugverkehr eingeschränkt. Wir bleiben also noch 20 bis 30 Minuten sitzen. Natürlich. Wir lächeln verständnisvoll, nicken professionell und tun so, als hätten wir exakt damit gerechnet. Schließlich beginnt jede grosse Reise mit ein bisschen Warten. Oder, in unserem Fall:…





