Montag, 29. Juni 2026
Der Wecker klingelt zu einer Uhrzeit, die eigentlich nur für Bäcker und sehr ambitionierte Frühaufsteher gedacht ist. Unser Flieger hebt um 7:20 Uhr ab – theoretisch. Beim Boarding läuft erstaunlicherweise alles glatt. Wir sind fast schon euphorisch. Funktionierende Abläufe! Pünktlichkeit! Ein kleiner Sieg über das Chaos des Reisens.
Und dann meldet sich der Käpt’n. Freundlich, ruhig, routiniert – die Stimme eines Mannes, der gleich jegliche Euphorie fachgerecht relativieren wird. Gewitter. Heftig. Flugverkehr eingeschränkt. Wir bleiben also noch 20 bis 30 Minuten sitzen. Natürlich.
Wir lächeln verständnisvoll, nicken professionell und tun so, als hätten wir exakt damit gerechnet. Schließlich beginnt jede grosse Reise mit ein bisschen Warten. Oder, in unserem Fall: mit einem sanften Reminder, dass wir vielleicht doch nicht alles im Griff haben. ✈️🌧️
Nach 30 Minuten Wartezeit hebt der Flieger dann doch ab – offenbar wollten sie sicherstellen, dass wir die Vorfreude richtig auskosten. Danach läuft alles so glatt, dass man fast misstrauisch wird.
Der Flughafen Amsterdam? Ein eigener Kontinent. Aber immerhin ist alles so vorbildlich ausgeschildert, dass man sich fast wünscht, sich zu verlaufen – wäre ja ein kleines Abenteuer. Stattdessen finden wir den Weg zur Autovermietung schneller als gedacht.
Und dort wartet er schon: unser Ford Focus. Ein Auto, das förmlich sagt: „Ich bin nicht aufregend, aber ich enttäusche dich auch nicht.“ Warum also nicht.






