{"id":3380,"date":"2026-07-12T06:55:11","date_gmt":"2026-07-12T06:55:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sagesontour.ch\/?p=3380"},"modified":"2026-07-12T07:04:15","modified_gmt":"2026-07-12T07:04:15","slug":"samstag-11-juli-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sagesontour.ch\/?p=3380","title":{"rendered":"Samstag, 11. Juli 2026"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Gestern Abend kamen wir im koreanischen Restaurant mit einem sympathischen P\u00e4rchen ins Gespr\u00e4ch. Sie gaben uns einen Tipp f\u00fcr den heutigen Tag: den Wochenmarkt im Stadtteil Jordaan. Nicht nur sei Jordaan einer der sch\u00f6nsten Stadtteile Amsterdams, sondern auch einer mit einer besonders spannenden Geschichte.<\/p>\n<p>Im 17. Jahrhundert lebten hier vor allem Arbeiterfamilien. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt das Viertel als sozialer Brennpunkt und es gab sogar Pl\u00e4ne, grosse Teile davon abzureissen. Doch wie so oft im Leben haben Geb\u00e4ude und Stadtviertel ihren eigenen Kopf. Jordaan blieb, entwickelte sich weiter und geh\u00f6rt heute zu den begehrtesten und angesagtesten Wohnlagen der Stadt.<\/p>\n<p>Bevor wir uns jedoch ins Marktget\u00fcmmel st\u00fcrzen, steht erst einmal das Fr\u00fchst\u00fcck auf dem Programm. Im <a href=\"https:\/\/themoods.eu\/?gad_source=1&amp;gad_campaignid=23262352708&amp;gbraid=0AAAABBxW9xlML_eTMnTNsMRkCroLy1gFR&amp;gclid=CjwKCAjw08fSBhA7EiwAfbQTsIohev3MzEDhmwFusqk9SJjV-A1KlcbFDBLHXQtbw93IWw8IPPPCsxoCoXwQAvD_BwE\">Moods<\/a> m\u00fcssen wir sogar kurz auf einen freien Tisch warten \u2013 eine Premiere auf dieser Reise. Das Warten lohnt sich allerdings. Sauerteigbrot, Eier, Burrata, Tomaten und Avocado landen auf dem Tisch. Dazu selbstverst\u00e4ndlich ein Cappuccino. Kurz gesagt: So darf ein Urlaubstag gerne beginnen.<\/p>\n<p>Anschliessend geht es hin\u00fcber zum Markt.<\/p>\n<p>Und dort ist ordentlich etwas los.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3396\" aria-describedby=\"caption-attachment-3396\" style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3396 size-large\" src=\"https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jordaan-1024x704.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"660\" srcset=\"https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jordaan-1024x704.png 1024w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jordaan-300x206.png 300w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jordaan-768x528.png 768w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jordaan-1536x1056.png 1536w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jordaan-2048x1408.png 2048w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jordaan-750x516.png 750w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jordaan-1140x784.png 1140w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3396\" class=\"wp-caption-text\">Jordaan<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwischen Fischst\u00e4nden, K\u00e4sebergen, Schmuck, Kleidung und allerlei anderem Krimskrams entdecken wir sogar einen Stand, an dem bl\u00fctenweisse Bettw\u00e4sche verkauft wird. Ja, richtig gelesen: Bettw\u00e4sche. Mitten auf einem belebten Wochenmarkt. Die Laken sehen aus, als w\u00e4ren sie wenige Minuten zuvor noch durch die Mangel gelaufen. Man lernt nie aus.<\/p>\n<p>Dann folgt ein Moment purer Freude f\u00fcr einen Teil der Reisegesellschaft.<\/p>\n<p>Obwohl wir auf dieser Reise wahrlich nicht unterversorgt waren, entdecken wir einen Stand mit <strong>Arancini<\/strong>. Diese sizilianischen Reiskugeln hatten wir vor einiger Zeit einmal in einer Reisedokumentation gesehen. Seitdem wollten wir sie unbedingt probieren \u2013 bisher jedoch ohne Erfolg.<\/p>\n<p>Und nun stehen sie pl\u00f6tzlich vor uns. Mitten in Amsterdam.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wird sofort eine bestellt. Die F\u00fcllung aus Pilzen, Schinken und Mozzarella klingt bereits vielversprechend. Nach dem ersten Bissen steht fest: Der Hype war berechtigt. Sehr sogar.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3391\" aria-describedby=\"caption-attachment-3391\" style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-3391\" src=\"https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Keizersgracht-1024x638.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"598\" srcset=\"https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Keizersgracht-1024x638.png 1024w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Keizersgracht-300x187.png 300w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Keizersgracht-768x479.png 768w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Keizersgracht-1536x957.png 1536w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Keizersgracht-2048x1277.png 2048w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Keizersgracht-750x467.png 750w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Keizersgracht-1140x711.png 1140w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3391\" class=\"wp-caption-text\">Keizersgracht<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach unserem Marktbummel spazieren wir erneut durch die Keizersgracht und die Herengracht Richtung Dam. Mittlerweile haben sich auch die Wolken verzogen und die Sonne zeigt sich wieder von ihrer besten Seite. Amsterdam versteht es wirklich, sich in Szene zu setzen.<\/p>\n<p>Besonders sch\u00f6n ist ein solcher Tag nat\u00fcrlich dann, wenn die Reiseleitung f\u00fcr ihre aufopferungsvolle Arbeit auch einmal gew\u00fcrdigt wird. In Form eines neuen Rucksacks zum Beispiel. Der alte war zwar noch v\u00f6llig in Ordnung, aber der neue ist etwas kleiner, praktischer und zudem aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Nachhaltigkeit und Reisekomfort in einem Geschenk vereint \u2013 was will man mehr?<\/p>\n<figure id=\"attachment_3390\" aria-describedby=\"caption-attachment-3390\" style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-3390\" src=\"https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Herengracht-1024x683.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Herengracht-1024x683.png 1024w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Herengracht-300x200.png 300w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Herengracht-768x512.png 768w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Herengracht-1536x1024.png 1536w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Herengracht-2048x1365.png 2048w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Herengracht-750x500.png 750w, https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Herengracht-1140x760.png 1140w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3390\" class=\"wp-caption-text\">Herengracht<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Irgendwann am Nachmittag wird es Zeit, ins Hotel zur\u00fcckzukehren. Nicht etwa, weil wir genug gesehen h\u00e4tten, sondern weil nun der eigentliche H\u00f6hepunkt dieser Reise bevorsteht.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen uns schliesslich noch ein wenig herausputzen.<\/p>\n<p>Denn der wahre Grund, weshalb Amsterdam \u00fcberhaupt auf unserem Reiseplan gelandet ist, heisst Luke Combs, der mit seiner &#8218;My Kinda Saturday Night&#8216;-Tour in Amsterdam gastiert.<\/p>\n<p>Also machen wir uns auf den Weg zur Johan Cruijff ArenA, wo bereits von Weitem zu erkennen ist, dass wir nicht die einzigen mit dieser Idee sind. Country-Fans str\u00f6men aus allen Richtungen zum Stadion. F\u00fcr einen Abend scheint Amsterdam mehr Cowboyh\u00fcte als Fahrr\u00e4der zu besitzen \u2013 und das will etwas heissen.<\/p>\n<p>Unsere Pl\u00e4tze befinden sich ziemlich weit oben. Sehr weit oben. Sagen wir es so: H\u00e4tten wir noch ein paar Reihen h\u00f6her gesessen, h\u00e4tten wir vermutlich den Flugverkehr \u00fcber Schiphol \u00fcberwachen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Stimmung ist allerdings von Anfang an grossartig. Auch wenn sich in unserem Umfeld st\u00e4ndig etwas bewegt. Kaum haben sich die Reihen gef\u00fcllt, sind die ersten schon wieder unterwegs. Biernachschub. Toilettenpause. Noch einmal Biernachschub. Weitere Toilettenpause. Offenbar folgt auch bei Country-Konzerten alles einem nat\u00fcrlichen Kreislauf.<\/p>\n<p>Eigentlich besitzen wir Sitzplatz-Tickets. Das klingt auf dem Papier sehr gem\u00fctlich. In der Praxis h\u00e4lt dieser Plan exakt f\u00fcnf Lieder lang. Danach springt die gesamte Arena auf und bleibt bis zum Schluss stehen. Wer sitzen bleibt, sieht ungef\u00e4hr so viel von der B\u00fchne wie ein Maulwurf von einem Feuerwerk.<\/p>\n<p>Luke Combs liefert dabei genau das, was man von ihm erwartet.<\/p>\n<p>Und genau das, was man vielleicht nicht von anderen Stadionk\u00fcnstlern erwarten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Wer auf gigantische LED-Spektakel, fliegende B\u00fchnen oder artistische Einlagen hofft, ist hier falsch. Luke Combs ben\u00f6tigt all das nicht. Ein paar Bilder auf den Leinw\u00e4nden, gelegentlich etwas Feuer aus dem B\u00fchnenboden und fertig.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr gibt es etwas anderes:<\/p>\n<p><strong>100 Prozent Country.<\/strong><\/p>\n<p>Und genau deshalb sind die Leute hier.<\/p>\n<p>Insgesamt spielt er 28 Songs, inklusive &#8218;Fast Car&#8216;, &#8218;Where The Wild Things Are&#8216; und &#8218;Ain&#8217;t No Love In Oklahoma&#8216; als Zugabe. Jede Zeile wird mitgesungen, jede Ballade gefeiert und jeder schnellere Song verwandelt die Arena augenblicklich in eine riesige Party.<\/p>\n<div style=\"width: 960px;\" class=\"wp-video\"><video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-3380-1\" width=\"960\" height=\"540\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260711_213024.mp4?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260711_213024.mp4\">https:\/\/www.sagesontour.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260711_213024.mp4<\/a><\/video><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stimmung ist vom ersten bis zum letzten Lied fantastisch. Sp\u00e4testens jetzt wissen wir: Die Reise hat sich gelohnt.<\/p>\n<p>Als wir nach dem Konzert zusammen mit Zehntausenden anderen Besuchern Richtung Bahnhof str\u00f6men, ist die Euphorie noch immer sp\u00fcrbar. M\u00fcde sind wir zwar auch. Aber gl\u00fccklich eben genauso.<\/p>\n<p>Und manchmal ist das die beste Kombination, die ein Urlaubstag haben kann. \ud83e\udd20\ud83c\udfb8\ud83c\uddf3\ud83c\uddf1\u2728<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.sagesontour.ch\/?p=3364\" class=\"su-button su-button-style-ghost\" style=\"color:#b25127;background-color:#e8e8e8;border-color:#bababa;border-radius:50px\" target=\"_self\"><span style=\"color:#b25127;padding:0px 24px;font-size:18px;line-height:36px;border-color:#efefef;border-radius:50px;text-shadow:none\"> \u21d0 Vortag<\/span><\/a>\n<!--[su_button url=\"https:\/\/www.sagesontour.ch\/?p=3401\" style=\"ghost\" background=\"#e8e8e8\" color=\"#b25127\" size=\"7\" radius=\"round\" icon_color=\"#b25127\"] n\u00e4chster Tag \u21d2[\/su_button]--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern Abend kamen wir im koreanischen Restaurant mit einem sympathischen P\u00e4rchen ins Gespr\u00e4ch. 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Kurz gesagt: So darf ein Urlaubstag gerne beginnen. Anschliessend geht es hin\u00fcber zum Markt. Und dort ist ordentlich etwas los. &nbsp; Zwischen Fischst\u00e4nden, K\u00e4sebergen, Schmuck, Kleidung und allerlei anderem Krimskrams entdecken wir sogar einen Stand, an dem bl\u00fctenweisse Bettw\u00e4sche verkauft wird. Ja, richtig gelesen: Bettw\u00e4sche. Mitten auf einem belebten Wochenmarkt. Die Laken sehen aus, als w\u00e4ren sie wenige Minuten zuvor noch durch die Mangel gelaufen. Man lernt nie aus. Dann folgt ein Moment purer Freude f\u00fcr einen Teil der Reisegesellschaft. Obwohl wir auf dieser Reise wahrlich nicht unterversorgt waren, entdecken wir einen Stand mit Arancini. Diese sizilianischen Reiskugeln hatten wir vor einiger Zeit einmal in einer Reisedokumentation gesehen. Seitdem wollten wir sie unbedingt probieren \u2013 bisher jedoch ohne Erfolg. Und nun stehen sie pl\u00f6tzlich vor uns. Mitten in Amsterdam. Nat\u00fcrlich wird sofort eine bestellt. Die F\u00fcllung aus Pilzen, Schinken und Mozzarella klingt bereits vielversprechend. Nach dem ersten Bissen steht fest: Der Hype war berechtigt. Sehr sogar. &nbsp; Nach unserem Marktbummel spazieren wir erneut durch die Keizersgracht und die Herengracht Richtung Dam. Mittlerweile haben sich auch die Wolken verzogen und die Sonne zeigt sich wieder von ihrer besten Seite. Amsterdam versteht es wirklich, sich in Szene zu setzen. Besonders sch\u00f6n ist ein solcher Tag nat\u00fcrlich dann, wenn die Reiseleitung f\u00fcr ihre aufopferungsvolle Arbeit auch einmal gew\u00fcrdigt wird. In Form eines neuen Rucksacks zum Beispiel. Der alte war zwar noch v\u00f6llig in Ordnung, aber der neue ist etwas kleiner, praktischer und zudem aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Nachhaltigkeit und Reisekomfort in einem Geschenk vereint \u2013 was will man mehr? &nbsp; Irgendwann am Nachmittag wird es Zeit, ins Hotel zur\u00fcckzukehren. Nicht etwa, weil wir genug gesehen h\u00e4tten, sondern weil nun der eigentliche H\u00f6hepunkt dieser Reise bevorsteht. Wir m\u00fcssen uns schliesslich noch ein wenig herausputzen. Denn der wahre Grund, weshalb Amsterdam \u00fcberhaupt auf unserem Reiseplan gelandet ist, heisst Luke Combs, der mit seiner &#8218;My Kinda Saturday Night&#8216;-Tour in Amsterdam gastiert. Also machen wir uns auf den Weg zur Johan Cruijff ArenA, wo bereits von Weitem zu erkennen ist, dass wir nicht die einzigen mit dieser Idee sind. Country-Fans str\u00f6men aus allen Richtungen zum Stadion. F\u00fcr einen Abend scheint Amsterdam mehr Cowboyh\u00fcte als Fahrr\u00e4der zu besitzen \u2013 und das will etwas heissen. Unsere Pl\u00e4tze befinden sich ziemlich weit oben. Sehr weit oben. Sagen wir es so: H\u00e4tten wir noch ein paar Reihen h\u00f6her gesessen, h\u00e4tten wir vermutlich den Flugverkehr \u00fcber Schiphol \u00fcberwachen k\u00f6nnen. Die Stimmung ist allerdings von Anfang an grossartig. Auch wenn sich in unserem Umfeld st\u00e4ndig etwas bewegt. Kaum haben sich die Reihen gef\u00fcllt, sind die ersten schon wieder unterwegs. Biernachschub. Toilettenpause. Noch einmal Biernachschub. Weitere Toilettenpause. Offenbar folgt auch bei Country-Konzerten alles einem nat\u00fcrlichen Kreislauf. Eigentlich besitzen wir Sitzplatz-Tickets. Das klingt auf dem Papier sehr gem\u00fctlich. In der Praxis h\u00e4lt dieser Plan exakt f\u00fcnf Lieder lang. Danach springt die gesamte Arena auf und bleibt bis zum Schluss stehen. Wer sitzen bleibt, sieht ungef\u00e4hr so viel von der B\u00fchne wie ein Maulwurf von einem Feuerwerk. Luke Combs liefert dabei genau das, was man von ihm erwartet. Und genau das, was man vielleicht nicht von anderen Stadionk\u00fcnstlern erwarten w\u00fcrde. Wer auf gigantische LED-Spektakel, fliegende B\u00fchnen oder artistische Einlagen hofft, ist hier falsch. Luke Combs ben\u00f6tigt all das nicht. 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